Die eigene Webseite richtig Planen und was der Webdesigner benötigt

Du möchtest mit deiner eigenen Webseite durchstarten und das Potenzial des Internets voll ausschöpfen. Dann ab zum nächsten Webdesigner!!! Nein im Ernst, an dieser Stelle erst einmal STOP. Stell dir vor du gehst ins Autohaus und sagst zum Verkäufer, ich hätte gern ein Auto. Dem Verkäufer wäre natürlich im groben bewusst was du möchtest aber die Marke und Farbe wäre mit dieser Aussage nicht getätigt. Bei dem Start ins Internet benötigt ein Webdesigner natürlich auch eine Menge an Informationen von dir, aber was genau benötigt er. Mit meinem Artikel möchte ich dir einen kleinen Wegweiser geben, welche Infos von dir erforderlich sind oder worüber du dir im Vorfeld Gedanken machen solltest.

Deine Person + Deine Firma = dein Aushängeschild

Als Erstes wäre zu sagen, eine Webseite repräsentiert dich und dein Unternehmen. Daher ist es in erster Linie wichtig, sich im Vorfeld Gedanken zu machen: „Wie habe ich mein Unternehmen gegründet”  „Was macht mein Unternehmen aus”  „Wo liegen meine stärken”. Eine Webseite ist eines der günstigsten Werbeformen überhaupt, gut durchdacht ergibt dies in der Summe ein hohes Potenzial neue Kunden zu gewinnen. Jetzt wirst du sicher sagen: Das macht doch alles der Webdesigner! An dieser Stelle muss ich dich enttäuschen. Ich bin kein Maler, führe auch kein Restaurant oder berate Kunden in Steuerangelegenheiten. Nur Du bist in deinem Fachgebiet der Profi, genau diese Information benötige ich als Webdesigner von dir, um später beim Erstellen der Webseite deine stärken zu Fokussieren. Sei dir also bewusst, eine Internetseite ist kein Flyer oder eine Anzeige in der Zeitung, eher ein zweites Standbein.

Planung für den Webdesigner

Was braucht denn nun eigentlich der Webdesigner von dir, um richtig loslegen zu können. Um es für dich übersichtlich zu halten Liste ich die Zutaten erst einmal auf.

Passwörter zu deinem Domain und Webhosting Anbieter

Über die Zugangsdaten gibt es eigentlich wenig Nennenswertes zu sagen, nur das sie wichtig sind. Hier gibt es zwei Möglichkeiten, entweder du bist schon stolzer Besitzer einer Internet Domain oder sie muss erst noch registriert werden. In diesem Fall, sollte dich der Webdesigner beraten und auch die Registrierung mit entsprechenden Webspace-Paket für dich durchführen.

Wenn Du bereits Inhaber einer Internet Domain bist, sind diese Zugangsdaten essentiell. Sie werden für den Upload der erstellten Webseite benötigt, zum anderen kann der Webdesigner noch weitere grundlegende Einstellungen vornehmen. Dazu gehört das Verwalten der FTP Zugänge, hinzufügen von E-Mail-Adressen, oder das Anlegen von SQL Datenbanken und vieles mehr…

Bildmaterial für deine Internetseite – Fotos, Logodaten, etc.

Zu einer tollen Webseite gehört auch schönes Bildmaterial, sei es um deine Referenzen oder Produkte zu präsentieren oder den erstellten Text grafisch zu untermauern. Gute Bilder bringen viel Ausdruck mit sich und genau hier fängt die Problematik an. Als Webdesigner freut man sich nicht unbedingt über verpixelte Bilder aus der Handy-Kamera. Daher empfehle ich nahezu jedem Kunden, einen Fotografen zu beauftragen, der professionelle Bilder der Mitarbeiter aufnimmt, oder sich auf Produktfotografie spezialisiert hat.

Als Alternative ist es möglich Bildlizenzen käuflich zu erwerben, sogenannte Stockfotos. Es gibt im Internet zahlreiche Anbieter dieser Art und auch ich greife gern auf derartige Plattformen zurück. Der große Vorteil daran: Man kommt Preiswert und schnell an gute Bilder, die Auswahl ist groß und deckt zum größten Teil alles ab. Natürlich gibt es auch Nachteile gegenüber einem beauftragten Fotografen. Die Fotos unterliegen gewissen Auflagen, zum Beispiel dürfen sie nur bis zu einer bestimmten Auflösung verwendet werden. Es besteht die Wahrscheinlichkeit, das andere Webseitenbetreiber die Bilder ebenfalls einsetzen, oder man findet nicht das passende Foto zum eigentlichen Thema.

Texte zum einpflegen

Nur Bilder auf der Webseite reichen natürlich nicht aus. Das Ziel ist es, deinem Besucher einen Mehrwert zu geben und wenn du jetzt sagst: „Texte erstellen ist schwer”, dann muss ich dir sogar recht geben. Nicht jeder ist der geborene Texter und auch aus meinem Kopf, sprudelt der nächste Blog-Artikel nicht einfach so raus. Grundlegend kann ich dir aber ein paar kleine Tipps geben, wie ich beim Schreiben verfahre.

  • Mach dir Gedanken über die stärken und Fähigkeiten deiner Person, Firma oder Produkte und liste diese Stichpunktartig auf.
  • Schreibe zuerst, das was du im Kopf hast und achte dabei nicht auf Rechtschreibung oder Grammatik, korrigieren kannst du später.
  • Versuche deine Texte informativ zu halten, erspare dir unnötiges in die Länge ziehen und fokussiere deine Stärken.
  • Lese deine Texte immer wieder durch, prüfe ob sie einen Fluss haben und genau das widerspiegeln, was du dem Leser mitteilen möchtest.
  • Mache eine Pause von einem Tag und lese dir die Texte erneut durch und du wirst sehen, du erhältst einen neuen Blickwinkel.
  • Zeige das was du geschrieben hast deiner Familie oder Freunden, auch Sie haben eine andere Sichtweise als du.

Eine weitere Möglichkeit Texte für deine Internetseite zu erstellen wäre, du lässt sie erstellen. Im Internet findest du einschlägige Portale, die einen derartigen Service anbieten, zum Beispiel Textbroker.de. Ich bin mir aber fast sicher, dass auch in deiner Region gute Werbetexter zu finden sind und von Angesicht zu Angesicht kannst du besser vermitteln, was du auf deiner Webseite zeigen möchtest und wie dein Auftritt wirken soll.

Layout Vorstellungen

Wie soll deine Webseite eigentlich aussehen, hast du dir darüber schon Gedanken gemacht? Für mich als Webdesigner ist es immer schön zu wissen, wo die Reise hin geht. Wenn dir im Netz schon Internetseiten aufgefallen sind, die dir gefallen, immer her damit. Es ist zwar grundsätzlich möglich, ohne optische Angaben ein Layout zu erstellen, ob damit dein Geschmack getroffen wird ist allerdings fraglich. Vielleicht gefallen dir bestimmte Navigationsarten, Farbkombinationen oder du hast bereits ein bestehendes Corporate Design und möchtest dieses jetzt auf deine Webseite übertragen. Jede kleinste Informationen kann weiterhelfen, auch wenn sie noch so unwichtig erscheint.

Wie Groß soll deine Webseite werden

Wie viel Unterseiten soll deine Internetseite eigentlich haben? In den meisten Fällen erstellt der Webdesigner das Angebot auf Basis fester Bestandteile deiner Angaben. Nachträgliche Änderungen sind sehr ärgerlich und können mit erhöhten kosten zu Buche schlagen, welche das eigentliche Angebot schnell übersteigen. Um dies zu vermeiden, mach dir über Größe und Bestandteile deiner Webseite Gedanken.

Das Fazit

Viel Arbeit für dich und den Webdesigner, Arbeit die sich lohnt, wenn sie gut ausgearbeitet wurde. Wie ich am Anfang des Artikels schon erwähnt habe. Eine Webseite ist eines zweites, manchmal sogar das erste Standbein. Durch eine gute und offene Zusammenarbeit profitieren beide Parteien, der Webdesigner arbeitet effizienter und der Kunde erhält das Maximum am Produkt.

Ich hoffe das ich dir ein wenig Licht ins Dunkle des Webdesigns bringen konnte, nun aber ran an die Arbeit. Vielleicht sogar mit mir. 😉